Lebensräume gestalten. Zukunft pflanzen. Wandel leben.

Wir sind ein Ökosystem! Viele verschiedene Individuen, Gruppen, Teams, Projekte und Initiativen kommen bei uns zusammen, um innerhalb, außerhalb und an den produktiven Randzonen miteinander zu wirken.

Permakultur ist weit mehr als nur eine andere Art zu gärtnern: eine frische Perspektive, die uns dabei hilft, fundiertere Entscheidungen zu treffen – Entscheidungen, die unserem Planeten und seinen Bewohner*innen Chancen bieten, aufzublühen. Als Permakultur Institut vernetzen wir Menschen und Orte, um echten Wandel anzustoßen und die Permakultur-Gemeinschaft wachsen zu lassen.

Hallo, wir sind das Permakultur Institut!

Im deutschsprachigen Raum sind wir einer der größten Permakultur-Vereine und als gemeinnützig anerkannt. Seit 1983 lernen Menschen bei uns etwas über Permakultur, können sich miteinander vernetzen und gemeinsam an einer zukünftigen Welt arbeiten. Dadurch entstehen immer mehr Orte, an denen mit Permakultur gearbeitet wird – einen Teil dieser Lernorte zeigen wir dir auf unserer Webseite.

Im letzten Jahrtausend lag unser inhaltlicher Schwerpunkt zum einen auf der Vernetzung von Permakultur-Interessierten und zum anderen darauf, das Thema Permakultur sichtbar zu machen. Seit 2003 bieten wir die Weiterbildung Permakultur Design an.

Mit unserer Vereinsarbeit zeigen wir also, wie du Permakultur in deinen Alltag oder Beruf bringst und damit zum gesellschaftlichen Wandel beiträgst.

Was wir konkret tun

Lebendige Vernetzung & Austausch

Wir bringen Permakultur-Interessierte zusammen und lassen Gemeinschaft wachsen. Durch regelmäßige Netzwerktreffen, unsere rege genutzte Mailingliste, die PK-Liste, und den Austausch im vereinsinternen Intranet bieten wir Raum, um Wissen zu teilen, Fragen zu stellen und gemeinsam an Projekten zu arbeiten.

Bildung mit Tiefgang

In unserer Weiterbildung Permakultur Design verbinden wir (und unsere Kooperationspartner) fundiertes Wissen mit praktischer Erfahrung. Du lernst, natürliche Kreisläufe zu verstehen, Systeme ganzheitlich zu betrachten und permakulturelle Prinzipien auf unterschiedliche Lebensbereiche anzuwenden. Dabei geht es nicht nur um Wissen, sondern auch darum, selbst Gestaltungskompetenz zu entwickeln und neue Perspektiven für eine zukunftsfähige Welt zu gewinnen.

Reallabore des Wandels

Unsere Mitglieder schaffen und begleiten Orte, an denen zukunftsfähiges Leben und Wirtschaften erprobt wird. Ihre Projekte dienen als lebendige Anschauungsobjekte für eine regenerative Praxis.

Impulse für die Gesellschaft

Wir tragen den Permakultur-Gedanken aus der Nische in die Gesellschaft, um den systemischen Wandel hin zu einer klimaresilienten Zukunft aktiv zu beschleunigen.

Die Gesichter hinter dem Verein

Ulrike Meißner

Luise Ebenbeck

Miriam Wolf

Jonna Hallik

Oliver Kalkofen

Annette Flintermann

Sandra Verena Passaro

Gregor Scholtyssek

Jan Kraaz

Monika Frank

Daniel Pohl

Ronny Regenbogenwurm Müller

Daniel Engstler

Maren Kürzer

Thom Meiseberg

Maureen Witte

Cheryl Meiseberg

Sebastian Kaiser

Petra Krubeck

Melanie Barkhurst

Ein lebendiges Ökosystem: Getragen von uns allen

Hinter dem Permakultur Institut steht kein starres Gremium, sondern eine lebendige, wachsende Gemeinschaft. Unser Verein lebt durch die Vielfalt, die Energie und das Wissen jedes einzelnen Mitglieds. Ob im Vorstand, beim Organisieren von Netzwerktreffen, beim Teilen von Erfahrungen im Intranet oder beim Anpacken vor Ort: Jede Hand, jeder Gedanke und jeder Impuls zählt.

Genau wie im Garten schätzen wir auch in unserer Vereinsarbeit die Stärke der Vielfalt und die Magie von Kooperationen. Wir sind kein Dienstleistungsbetrieb, sondern ein Verein, ein Mitmach-Netzwerk, das von der Eigeninitiative und dem Engagement aller Aktiven getragen wird. Zusammen bilden wir das stabile Fundament, auf dem zukunftsfähige Ideen wurzeln und wachsen können.

Unsere Wurzeln: Die Vereinsgeschichte

Wie hat alles angefangen? Eine kurze Chronik unseres Wachstums.

Meilensteine

  • 1982 – Der Funke springt über: Nach einem Vortrag Bill Mollisons an der Technischen Universität Berlin und einem Forschungssemester in Australien organisiert Declan Kennedy mit Reny Slay und eben Bill Mollison den allerersten Permakultur-Design-Kurs auf deutschem Boden und bringt Permakultur in unsere Breitengrade.
  • 1983 – Die Geburtsstunde des Instituts: Die Bewegung bekommt ein festes Fundament: Das Permakultur Institut wird offiziell als Verein gegründet von Alessandro Vassella, Declan Kennedy, Hennes Semar, Margrit Kennedy, Max Lindegger, Veronika Keckstein und Wulf Blume. Im selben Jahr findet auch der erste Permakultur-Design-Kurs komplett in deutscher Sprache statt.
  • 1990er – Das Infobüro & die „PK-Liste“ entstehen (ganz ohne Internet!): Die Vernetzung der Bewegung nimmt Fahrt auf. Engagierte Vereinsaktive rund um Heide Garot, Helge Ruben, Olaf Schnelle und Burkhard Kayser rufen das zentrale Infobüro und die legendäre PK-Liste (Permakultur-Liste) ins Leben. Was heute digital läuft, funktionierte damals noch per Telefon, Post und Fax: Infos wurden heißliniert, kopiert und per Post verschickt. Aus diesen analogen Wurzeln ist über die Jahrzehnte unsere heutige, lebendige digitale Kommunikation gewachsen. Die PK-Liste moderiert übrigens seit ein paar Jahren Helge.
  • 2000er – Gartenschau und Permakultur Magazin: Das Permakultur Institut macht eine Permakulturaustellung auf der Internationalen Gartenschau Rostock und versendet ein Mal im Jahr ein zunächst A5-große Permakultur Magazin in Schwarz-Weiß. Aktiv waren Vera Hemme,Tina Buschmann, Judit Bartel, Branko Čanak, Harald Wedig, Roland Wolf, Edouard van Diem, Jakob Schuckall, Jan Kipper Fischer, Christina Werdermann, Manfred Weber, Ulrike Oemisch und Monika Frank. Judit (Weiterbildung), Vera (Allrounderin) und Tina (Vorstand) formten 20 Jahre lang den Verein mit.
  • 2003 – Professionalisierung der Ausbildung: Ein Meilenstein für die Bildungsarbeit: Der allererste Jahrgang startet in die umfassende, mehrjährige Permakultur-Weiterbildung mit Vereinsmitglied Jascha Rohr. Anschließend »tweakt« er zusammen mit Sonja Hörster und Judit Bartel das Weiterbildungskonzept auf Basis des Mustersprachenansatzes von Christopher Alexander. Ab 2007 unter dem Dach des Permakultur Instituts.
  • Seit 2006 – Qualitätssicherung & Akkreditierung: Das Institut übernimmt eine tragende Rolle für die Qualität der Bewegung: Seit 2006 akkreditieren wir offiziell neue Permakultur-Designer*innen und begleiten sie auf ihrem Weg in die professionelle Praxis.
  • 2009 – Sichtbar mit Webseite: Aktive rund um Daniel Engstler und die “Gilde” (erweiterter Vorstand) gehen mit der Webseite www.permakultur-institut.de online. Auch bei der Neuauflage acht Jahre später ist “Dänjel” wieder involviert, gemeinsam mit Sebastian Kaiser und Sina Vollmer. Dieses Mal unter www.permakultur.de.
  • 2011 – Legendäre Englandexkursion: Vereinsneuling und später langjährige Vorständin Petra Krubeck stellt eine Reise zu Permakulturprojekten in England auf die Beine, inklusive Erasmus+-Förderung. Von der Exkursion schwärmen viele Aktive noch Jahre lang.
  • 2012 – Gastgeber für Europa (EUPC): Das Permakultur Institut blickt über die Grenzen: Wir organisieren das Europäische Permakultur-Netzwerktreffen (EUPC) in Escherode bei Kassel und bringen Hunderte Permakultur-Designer*innen und -Interessierte aus ganz Europa zusammen. Vorn dabei waren Ulrike Oemisch, Robert Strauch, Daniel Engstler, Nesrin Caglak, Joel Campe und Ronny »Regenwurm« Müller.
  • Seit 2018 – Das Permakultur Magazin in internationaler Kooperation: 2018 erschien das Permakultur Magazin erstmals als länderübergreifendes Heft in Zusammenarbeit mit Permakultur Austria und dem Verband Permakultur Schweiz. Die Mitglieder unserer drei Organisationen erhalten jährlich das inspirierende Permakultur Magazin direkt nach Hause.
  • Seit 2022 – Soziokratisch: Wir wenden die Prinzipien der Permakultur auch auf uns selbst an. Seit 2022 organisieren wir unsere gesamte Vereinsarbeit soziokratisch – in eigenverantwortlichen Kreisen, mit transparentem Informationsfluss im Intranet und Entscheidungen im Konsent. Federführend bei der Einführung waren Sarah Darwish und Laura Schöneberg.
  • Heute – Ein starkes Ökosystem für den Wandel: Mit unseren bewährten Strukturen, den Arbeitsgruppen, dem selbstorganiserten Lernweg, der traditionsreichen Mailingliste und einem dichten Netzwerk stehen wir heute für gelebte, zukunftsfähige Transformation.

PKI-Geschichten zum Weiterlesen:

Unsere Werte & Organisationsform

Unser Ziel ist es, mit Permakultur Wege zu finden und zu fördern, wie wir für unsere Bedürfnisse sorgen können, ohne die Lebensgrundlagen unserer menschlichen und nicht-menschlichen Mitwelt weiter zu gefährden.

Die drei ethischen Grundsäulen der Permakultur – Earth Care, zum Wohl der Erde, People Care, zum Wohl der Menschen, Fair Share, unseren Konsum begrenzen und Überschüsse teilen – übersetzen wir in folgende zentrale Werte:

  • Achtung der Menschenrechte & Weltoffenheit: Wir achten die allgemeinen Menschenrechte und schätzen die Vielfalt der Kulturen und Lebensweisen auf unserem Planeten. Wir leben Weltoffenheit und haben Freude am gegenseitigen Austausch.
  • Achtsamkeit gegenüber der Natur: Wir stehen für einen respektvollen und achtsamen Umgang mit der Verletzlichkeit und der Widerstandsfähigkeit der Erde und ihrer Ökosysteme.
  • Solidarisches Wirtschaften: Wir fördern gemeinwohlorientierte und solidarische Formen des Wirtschaftens – sowohl in unseren Projekten als auch im gesamten Vereinsleben.
  • Globale Verantwortung: Wir handeln verantwortungsvoll im Sinne begrenzter Ressourcen und setzen uns für globale Gerechtigkeit ein.

Soziokratie: Wie wir uns organisieren

Ein gesundes Ökosystem kennt keine starren Top-Down-Hierarchien. Deshalb ist das Permakultur Institut soziokratisch organisiert. Für unsere Vereinsstruktur bedeutet das:

  • Entscheidungen per Konsent: Wir treffen in unseren Kreisen Entscheidungen und nehmen dabei schwerwiegende, begründete Einwände ernst, statt sie zu überstimmen. Die Einwände helfen uns die Vorschläge zu verbessern. Das sichert Augenhöhe und sorgt dafür, dass jede Stimme gehört wird.
  • Selbstorganisation in Kreisen: Unsere Kreise und Arbeitsgruppen organisieren sich weitgehend eigenverantwortlich. Sie sind über gewählte Kreisleitungen und Delegierte (doppelte Koppelung) miteinander vernetzt, was für einen transparenten Informationsfluss sorgt.
  • Transparenz durch digitale Werkzeuge: Unser vereinsinternes Intranet dient uns als zentrale Plattform, um Beschlüsse, Protokolle und Prozesse für alle Aktiven nachvollziehbar zu machen.

Für ein diskriminierungsfreies Miteinander

Wir lehnen ausdrücklich jegliche Form von rassistischen, sexistischen, antisemitischen oder anderweitig diskriminierenden Äußerungen und Verhaltensweisen ab.

Gleichzeitig laden wir jede*n herzlich ein, die Arbeit des Permakultur Instituts e.V. entsprechend der oben genannten Werte und Ethik zu unterstützen und gemeinsam mit uns ein starkes, selbstorganisiertes Ökosystem für den Wandel zu bilden.

Werde Teil des Ökosystems!

  • Für Neugierige: Abonniere unseren Newsletter für praktische Tipps um Permakultur in dein Leben zu bringen.

Von UNESCO und Bundesministerium ausgezeichnet

Der Permakultur Institut e. V. ist seit 2016 für vorbildliches Engagement zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnet.

Akkreditiert für Erasmus +

Das Permakultur Institut e. V. und die Permakultur Akademie haben sich erfolgreich akkrediert für die EU-Fördermittel Erasmus+ für den Zeitraum von 2021-2027 im Bereich Erwachsenenbildung – Mobilität. Dadurch erhalten wir Erasmus+ Gelder für die Fortbildung unseres Bildungs- und sonstiges Personals, das ehrenamtlich, auf Honorarbasis oder angestellt arbeitet. Themenschwerpunkte sind die Organisationsentwicklung, Nachwuchslehrkräfte, Digitales Lernen und die Stärkung der Berufsbezeichnung Permakultur-Gestalter*in.