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Email: thom.meiseberg@permakultur.de
Thom Meiseberg
Meine erste Inspiration zur Permakultur stammt aus den sehr frühen 2000er Jahren, einer Begegnung mit Declan Kennedy und ein paar Jahre später mit Jascha Rohr. Zu dieser Zeit habe ich im Wissenschaftsladen Hannover Informations- und Bildungsarbeit im Bereich Nachhaltiger Konsum gemacht, habe Ausstellungen konzipiert, Aktionen im öffentlichen Raum performt sowie Bildungs- und Vortragsveranstaltungen gehalten. Das weitete sich dann in den nachfolgenden 15 Jahren immer weiter aus in Arbeit in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung mit zahlreichen ausgezeichneten Projekten auch in der Randzone zur kulturellen Jugendbildung.
In dieser Zeit habe ich mich aktiv in der politischen Bildungsarbeit engagiert, bei ATTAC (Globalisierung und Ökologie, MacPlanet.com) sowie in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit (Globales Lernen). Dabei ging es oft um die Skandalisierung von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und die Zerstörung unserer Mitwelt.
Ein Umbruch entstand dann durch meinen grundlegenden Haltungswechsel von Anklage und missionarischer Ansprache hin zu einer Ressourcenorientierung: „Was tust du für die nachhaltige Entwicklung, was kann ich von dir lernen, was können wir zusammen tun, um die Welt ein bisschen schöner zu machen?“ Dadurch bewegte sich seit 2010 dann immer größere Anteile meiner Arbeit in Richtung urbane Permakultur: Gründung der Transition Town Hannover, Gemeinschaftsgärten, Nutzung (mitunter Besetzung) öffentlicher Räume, Wunschproduktionen, Nachbarschaftsorganisation und vieles mehr. Diese Arbeit habe ich gerne mit meinen Leidenschaften für Literatur (kreatives Schreiben, Erfinderwerkstätten), zur Musik (Trommeln und mehr) und dem Kochen und Backen verbunden. Dazu gehört u.a. auch die Gründung einer kleinen Volksküche. Wichtig war für mich zu sehen, wo ist meine Bühne bzw. mein Spielfeld, wo komme ich mit Menschen in Kontakt und Austausch? Daraus hat sich für mich dann auch meine Beziehung zur Sozialen Plastik entwickelt.
Mit dem Eintritt in den Kosmos Permakultur Institut (das Permiversum) bin ich meinen persönlichen Weg dann weiter gegangen vom reinen Protagonisten (manchmal auch Solisten) zum Produzenten und Regisseur, hin in ein sehr qualifiziertes Team mit unterschiedlichsten Aufgaben, Rollen und Fähigkeiten (die Permanauten). Es ist ein Permakultur-Lernort entstanden, ein reiches Kursangebot, ein wundervolles Teaching-Team, verschiedene Lern- und Arbeitsgruppen sowie Projekte mit permakulturellem Impact. Insbesondere die intensive Mitarbeit im Permakultur Institut prägt dieser Tage mein Alltag, neben der Arbeit in Küche und Garten zu Hause in Everode. Das heißt, ich genieße das Privileg gemeinsam mit tollen Menschen permanent im Sinne einer regenerativen Soziokultur tätig zu sein. Und das seit 1999 an der Seite meiner zauberhaften Ehefrau Cheryl, die ebenfalls erfolgreiche Permakulturdesignerin ist und mit der ich fast durchgängig zusammenarbeiten kann.
Kursleitung
Seit 2014 gebe ich Permakulturkurse. Das waren zunächst Einführungskurse mit dem Schwerpunkt Lernorte (Bauernhof, Gärten, Wildnis). Dabei habe ich meine Verbindung zur Wildnispädagogik begonnen und knüpfe die Themen (rund um Coyote Mentoring und die 8 Schilde) immer wieder als Schwerpunkte mit in meine Kurse ein. Seit 2018 sind nun auch Permakultur Designkurse dazu gekommen.
Schwerpunktthemen meiner Kurse sind Transformation und Wandel, Klimawandel, urbane Permakultur und Transition Towns, Selbstversorgung, Kochen und gemeinsames Essen als Elemente der sozialen Permakultur. Darüber hinaus gebe ich kleine Kurse im Bereich der Selbstversorgung (Kochen mit Wildkräutern, Backen mit Natursauerteig, Fermentation und kleine Käseküche) und leite kleinere Aktionen zur Selbsterfahrung in der Wildnis an.
Derzeitiger Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Organisation und Durchführung von Weiterbildungsangeboten, sei es im Basisjahr oder auf dem selbstorganisierten Lernweg (SOL), mit Fach- und Themenkursen für Einsteigende und Fortgeschrittene. Viel Freude macht mir das Üben mit dir in Kursen rund um die inneren und die sozialen Landschaften. Darüber hinaus gestalte ich Permakulturkurse für spezielle Berufsgruppen. Wenn du Planer*in (Architektur oder Bauwesen), Klimamanager*in oder Lehrer*in bist, dann wende dich gerne an mich. In diesen Bereichen habe ich bereits zahlreiche Erfahrungen in der Anknüpfung von Permakulturwissen und -denkweise.
Seit 2023 bieten wir in unserer erfolgreichen Teamkonstellation (das TurtleTeachingTeam) unterschiedliche Teacher Trainings und Multiplikator*innen-Schulungen an. Und sehr interessant wird es, wenn wir uns in die Bereiche der Kokreation bewegen können.
Das transformative Lernen, also die Lernenden selbst und ihre persönliche Entwicklung stehen dabei immer auch im Mittelpunkt.
Tutor*in
Im Jahr 2018 wurde ich durch die Tutoren-Koordinatorinnen initiiert und eingeführt. Seit dem biete ich sowohl Designtutorien als auch Fachtutorien und Coachings an. Ich begleite schon seit mehr als 15 Jahren Menschen in ihrer persönlichen Weiterentwicklung durch einen kritischen Blick und mit zur Reflexion anregende Fragen. Dabei nutze ich gerne Elemente des Mentoring in Anlehnung an Jon Young.
Coaching bezieht sich in meiner Arbeit primär auf das Feld der Persönlichkeitsentwicklung auf dem eigenen Lernweg. Ich gelte als beharrlich und arm an Vorurteilen, soll heißen, ich habe schon mit vielen unterschiedlichen Menschen gearbeitet, maße mich aber nicht an, innerhalb kürzester Zeit einschätzen zu können, was uns auf unserem gemeinsamen Weg erwartet. Auch du bist sicherlich für einen bunten Strauß an Überraschungen gut. Ein Stichwort, welches mich begeistert lautet: Inner Development Goals (IDG). Gerne coache ich dich auch in deiner Lerngruppe. Schon lange begleite ich mit Freude unterschiedlichste Organisationen und Gruppen in ihrer Entwicklung und knüpfe dabei an die Erfahrungen in meiner Tätigkeit in der Organisationsentwicklung zu Beginn der 2000er Jahre.
Fachtutorien biete ich insbesondere in den Bereichen der sozialen Permakultur und des Lernens mit Hilfe von Permakulturwerkzeugen und Mustern an. Ich blicke auf einige Erfahrungen im Bereich der urbanen Permakultur sowie der Organisation in Nachbarschaften und Netzwerken zurück. Dazu habe ich in meiner Laufbahn immer wieder mit Ansätzen der sozialen Plastik gearbeitet zum Beispiel dem Erdforum. Darüber hinaus bringe ich durch mein Diplomstudium als Ingenieur und meine langjährige Tätigkeit als Organisationsentwickler und Projektmanager zahlreiche Erfahrungen mit unterschiedlichsten Werkzeugen mit, für Betriebswirtschaft, Gründung und Vernetzung. Für Interessierte an der Weiterverarbeitung von Ernte oder gerettetem Essen biete ich Erfahrungen mit permakulturellen Ansätzen für die Küche, gleich ob Familie, Gemeinschaft oder Volksküche: Stichwort Teil-Selbstversorgung und enkeltauglicher Konsum (für alle, die nicht alles selber produzieren können). Und sehr gerne koche ich mit dir zusammen und wir finden heraus, was dich bewegt und in Begeisterung versetzt.
Hier vor Ort biete ich dir über die Küche hinaus Erfahrungsräume in der Gestaltung von essbaren Heckenlandschaften und kleinen Waldgartenbereichen. Das heißt, Tutorien an unserem LernOrt können mit umfangreichen Einblicken in die Elemente eines lebendigen Permakultur-Praxisortes verbunden werden.
Meine Spezialität in der Arbeit mit dir in Designtutorien liegt vor allem im Bereich der intensiven Betrachtung von Systemen und der vielfältigen Anwendung der Permakulturwerkzeuge. Dabei biete ich mich an, als Unterstützer für deine Perspektivwechsel und somit einen Blick über diverse Tellerränder.
Die wichtigste Frage vorab lautet: welche Form der Zusammenarbeit suchst du, was brauchst du von deinem Tutor, dann können wir sicher herausfinden, welche Art von Lernbeziehung zwischen uns möglich ist. Alles ist Schwingung und ein gemeinsamer Rhythmus kann sehr tragend sein.
Mitarbeit im PKI
Seit 2018 bin ich aktiv als Mitarbeiter in der Permakultur Weiterbildung. Zunächst mit den ersten Permakultur Designkursen (72-h Kurs, PDC), dann auch als Begleiter des Basisjahres und Tutor sowie in der Folge auch als Koordinator des selbstorganisierten Lernwegs (SOL). Seit kurzem kommt noch die Mitarbeit auf einer weiteren organisatorischen Ebene im Bereich von Akademiekursen und Kooperationen hinzu. Ich engagiere mich für das Thema Lernorte der Permakultur, weil ich es für wichtig halte, mit der Permakultur mehr Sichtbarkeit und Anschluss an öffentliche Wahrnehmung zu finden. Der LernOrt lebendige Landwirtschaft auf Hof Luna, auf dem ich seit 2015 wirke, ist einer dieser permakulturellen Veranstaltungsorte mit umfangreichen Kursangeboten und Lernmöglichkeiten. Darüber hinaus wirke ich an der Gestaltung unserer Organisationskultur- und Entwicklung in einem Kreis in unserer soziokratischen Organisationsstruktur mit großer Freude mit. Dabei geht es sowohl um die Kommunikation innerhalb des Permakultur Institut e.V. als auch nach Außen, als Netzwerk- und Kooperationspartner.

