Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg (PaLS)

Der Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg (PaLS) ist ein Lehr-, Forschungs- und Demonstrationsobjekt mit dem Ziel, die ökologische Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Flächen mit Erholungs- und Bildungsräumen zu verbinden. Das 8 Hektar große Gelände befindet sich angrenzend zur Siedlungsgemeinschaft „Lebensgarten“ in Steyerberg. Im Jahr 2019 erweitert der Permakulturpark sein Spektrum um die Aufgabe nachzuweisen, das Permakultur auch wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

 


Professor Declan Kennedy fing 2003 an eine Fläche, bestehend aus 5,2 Hektar Intensivagrarfläche und 2,8 Hektar Monokulturwald, zu bearbeiten. Er stand vor der Aufgabe, ein heruntergewirtschaftetes Stück Land mit sandigem Boden, in dem sich kein Wasser hält und auf dem fast nichts außer Gras wuchs, zu einem biodiversen Lebensraum umzugestalten. Das an den Lebensgarten Steyerberg angrenzende Stück Land im Landkreis Nienburg war eine offene Fläche mit sehr kalten und stetigen Winden aus Südwesten. Weiterhin besteht die Fläche aus einem stark mageren, bis zu 15 Meter tiefen Sandboden sowie mit Pestiziden angereicherter Erde und Grundwasser.

Die ersten 5 Jahre waren ganz der Bodenverbesserung gewidmet. Diese Maßnahmen lockten Menschen an, die mit Terra Preta arbeiteten und die Fläche wurde zu einem inspirierenden Experimentierfeld. Nach intensiver Pflege mit Gründüngung und Flächenkompostierung konnte das Projekt Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg im Jahr 2009 gestartet werden. In diesem Jahr übernahm der Biobauer Jean Philippe Genetier einen Teil des Geländes, um es nach Prinzipien der Permakultur und des ökologischen Landbaus zu bewirtschaften.

Seit 2010 werden Praxis-Workshops ausgeschrieben. Dadurch haben Menschen aus allen Teilen der Erde die Möglichkeit, mehrere Tage an themenbezogenen Arbeitseinsätzen mitzuwirken. So gestalten viele Hände aus der ganzen Welt den Permakulturpark in einem bereichernden Austausch von Wissen, Fähigkeiten und Arbeitskraft. Bisher wurden unter anderem diverse essbare und nicht essbare Bäume und Sträucher gepflanzt, Blumen ausgesät, Teiche angelegt, Kräuterhügel gestaltet, Windschutzwälle gebaut, eine Sonnenfalle eingerichtet, Kompost-Toiletten gebaut und Terra-Preta-Beete angelegt.

Im Jahr 2019 hat sich der PaLS dem nächsten großen Ziel verpflichtet den Nachweis anzutreten, das permakuturelles Wirken und wirtschaftliches Handeln keinen Widerspruch darstellen müssen. Zu diesem Zweck werden die Aktivitäten in Zukunft auf den Schwerpunkten Gemüseanbau, Saatgutvermehrung sowie Schulungen liegen.

 

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