Essbare Waldgärten planen und anlegen

  • Zeiten
      Mittwoch 7.3.2018 15.00 Uhr bis
      Sonntag 11.3.2018 15.00 Uhr
  • Kosten
      Kursgebühr: 250 €
      plus Unterkunft und Verpflegung, siehe unten

Vertiefender Fachkurs
Essbare Waldgärten planen und anlegen

Dieser Kurs vermittelt Theorie und Praxis zur Planung, Anlage und Pflege eines Waldgartensystems. Die Teilnehmer werden nach einer Einführung selbst eine Fläche im Bereich des ToGenJi als Waldgarten planen und auch erste Pflanzungen vornehmen können.

Waldgärten orientieren sich an natürlichen Waldökosystemen, insbesondere an deren Säumen (Waldrändern), mit ihren vorteilhaften Auswirkungen auf Mikroklima, Wasserhaushalt, Bodenbildung, Tierwelt, Nährstoffkreisläufe etc. Sie sind vielfältige Pflanzungen aus vorwiegend mehrjährigen Nutzpflanzen, Bäumen, Sträuchern, Stauden, Kräutern, Kletterpflanzen und Pilzen.

Sie sind gartenbaulich/ landwirtschaftliche Systeme mit hoher Diversität, Stabilität und Resilienz (Widerstands-/Pufferungsvermögen).

Wie jedes Ökosystem folgt der Waldgarten einer Sukzession ( Abfolge der Arten beim Aufbau des Systems, hier kultürliche Sukzession genannt). Diese Sukzession ist der natürlichen Abfolge ähnlich, jedoch planvoll angelegt. Es gibt ausgesprochene Pionierspezies ( z.B. Weiden), die gleichzeitig gepflanzt werden und dann geerntet werden, wenn die Zukunftsarten (z.B. Obstgehölze) den Raum und das Licht benötigen. Pionierspezies können erste Ernten liefern und zum Aufbau eines gewünschten Mikroklimas und Bodens und der Diversität entscheidend beitragen.

Der mehrschichtige Aufbau, die vertikale Dimension, ihre Höhennutzung zeichnen Waldgärten besonders aus. Neben der langen Lebensdauer bietet diese „ Architektur“ Nischen für Wildleben bei gleichzeitiger vielfältiger Nutzung durch den Menschen. Als Rückfluss gibt die Artenvielfalt dem System die Stabilität und Resilienz, die den Einsatz von Bioziden erübrigt.

Aus dem Artenreichtum der Wurzel -Kraut -Strauch –Baumschichten, also der sorgfältig geplanten Nachahmung des Waldes, folgt somit eine naturfreundliche Bewirtschaftung.

Ein Waldgarten produziert in erster Linie Lebens-mittel (im weiteren Sinne), Holz fällt durch Ernte der Pionierspezies ( kultürliche Sukzession) Gehölzschnitt und Auslichten an.
 Haustiere ( z.B. Bienen, Hühner, Gänse) dienen dem System und liefern zusätzliche Ernten, sie können zur Pflege des Waldgartens betragen. Besonders die Pioniere unter ihnen (Schweine, Ziegen) bedürfen des gezielten Einsatzes, um Schäden an der Vegetation zu vermeiden.

Unterkunft und Verpflegung
Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung erfährst du hier.
Bitte buche dort auch deine gewünschte Unterkunft.

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