Agroforst- und Waldgartenplanung mit Open-Source GIS-Programmen

  • Zeiten
      13.-15.3.2018
      Vormittags von 9-13 Uhr
      Nachmittags von 14-18 Uhr
      Abends von 19-20 Uhr
      Am letzten Tag nur bis 16 Uhr
  • Kosten
      180,00€
      Unterkunft und Verpflegung bitte selbst organisieren

      Anmeldeschluss: 1.3.2018

Praxiskurs
Agroforst- und Waldgartenplanung mit Open-Source GIS-Programmen

In der Planung von integrativen Landnutzungssystemen, z.B. komplexen Agroforstsystemen und Waldgärten, ist es möglich, auch ohne großen finanziellen Aufwand mächtige Programme zu nutzen und qualitativ hochwertiges Kartenmaterial für Präsentation und Feldarbeiten (Pflanzung etc.) zu erstellen. In diesem Kurs zeigt Dipl.-Forstwirt Philipp Gerhardt, wie man die freie Software QGIS nutzen kann, um ein Gelände mit einfachen Mitteln zu vermessen, frei verfügbare Luftbilder nutzbar zu machen, am Computer die Gestaltung zu planen und die Planung wieder ins Gelände zu bringen.

Eine Kooperation von PKI e.V. und zukunftsFähig e.V./Agroforstkampagne

Im Kurs wird eine Fläche in der Umgebung mit Kompass und Maßband vermessen, die Nutzung von GPS und anderen Messgeräten wird gezeigt. Aus der Feldskizze wird ein GIS-Projekt erstellt, in dem am Rechner ein mehrschichtiges integratives Landnutzungssystem (Agroforst, Waldgarten, Ökosystem-Mimikri) geplant wird. Georeferenzierung, Anlage von Punkt-, Linien- und Polygondatensätzen, verschiedene Darstellungen, Datenbankfunktionen, Kartenerstellung etc. werden anhand der Beispielfläche gezeigt, so dass am Ende der komplette Arbeitsablauf einer Waldgarten- bzw. Agroforstplanung am GIS durchlaufen wurde.

Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an alle Interessierten, die Geographische Informations-Systeme in der Planung komplexer Agroforstsysteme oder Waldgärten nutzen wollen und bisher keine oder geringe Erfahrungen damit haben. Teure Instrumente braucht man selten: Mit QGIS, Kompass und Entfernungsmesser können ausreichend genaue Pläne erstellt werden. Ökologisches Grundlagenwissen sowie land- und forstwirtschaftliche Detailkenntnisse können im Kurs nur angeschnitten werden. Ein umfassendes ökologisches Verständnis ist daher willkommen, jedoch nicht erforderlich.

Mitzubringen ist ein W-LAN-fähiger Laptop, auf dem QGIS 2.14 oder höher, sowie GIMP 2.8 oder höher installiert werden können. Die Programme werden über USB-Speicher zur Verfügung gestellt. Eine Maus mit MouseWheel ist sehr zu empfehlen. Wenn Kenntnisse in GIS vorhanden sind, gern Kontakt aufnehmen, damit wir klären können, ob bzw. wie eine Teilnahme sinnvoll ist. Über einen offenen Austausch von Wissen freue ich mich sehr.

Ablauf

  • Vormittags von 9-13 Uhr
  • Mittagspause
  • Nachmittags von 14-18 Uhr
  • Abendessen
  • Abends von 19-20 Uhr, letzter Tag nur bis 16 Uhr

Tag 1

  • Vormittag:
    • Installieren von QGIS und GIMP (werden gestellt).
    • Was ist ein GIS? Grundlagen der digitalen Geodatenverarbeitung.
    • Anlegen von GIS-Projekten: Datenstruktur und Management.
    • Grundlagen schaffen: Luftbilder und andere frei verfügbare Daten. Georeferenzierung.
  • Mittagessen
  • Nachmittag:
    • Kartengenerierung in QGIS. Maßstäbe, Nordpfeile, Symbole, Legende etc. Eine Karte für die Feldarbeit erstellen.
    • Einmessen von bestehenden Strukturen: Punkte setzen mit GPS. Mit Kompass und Maßband genaue Pläne erstellen. Eine Feldskizze anlegen (Geländeübung draußen).
  • Abendessen
  • Abend: Vortrag Gehölzbasierte Produktionssysteme: Wirkungen, Leistungen, Potentiale und Besonderheiten.

Tag 2

  • Vormittag:
    • Von der Feldaufnahme ins GIS: Koordinaten umrechnen oder eine Feldskizze digitalisieren.
    • Hilfslinien, CAD-Plugin, Projektionen etc.
    • Punkte, Linien, Polygone: Die Grundlagen der topologischen Kartenerstellung.
  • Mittagessen
  • Nachmittag:
    • Planung von integrativen Landnutzungssystemen: Kraut-, Strauch- und Baumschichten als Ebenen im GIS.
    • Stile von Ebenen bearbeiten: Datengesteuerte Darstellungen und Wiederholungen von Stilen.
  • Abendessen
  • Abend: Vortrag: Nachhaltigkeit – Geschichte(n) und Zukunft eines überstrapazierten Begriffs.

Tag 3

  • Vormittag:
    • Relief, Boden, Windschutz, Düngung, Zonierung, Sortenwahl etc.: Schlüsselaspekte bei der Gestaltung von Landnutzungssystemen.
    • Von der Karte zum Pflanzplan (Geländeübung).
  • Mittagessen
  • Nachmittag:
    • Nachbearbeitung und Verfeinerung des Planungs- und Kartenmaterials.
    • Fragen und Antworten.
    • Abschluss.

 

 

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