Kategorie Garten & Landschaft

Praktische Anwendung von Permakultur im Garten und der Landwirtschaft

Vier Gäaste in Regenklamotten auf einer Führung auf dem Hof von Pavel Beco in der Schweiz

Pavel Beco: Wildobstsammler und Oberscout

Vor zehn Jahren lernte ich Pavel Beco auf einer Reise durch die Schweiz kennen. Wir waren fünfzehn Permakultur-Lehrende und -Studierende, die mehrere Permakultur-Betriebe, Lebensgemeinschaften und überaus interessante Personen besuchten. Der Tipp, auf den Albisboden zu fahren, kam von unserem Kollegen Beat Rölli, auf dessen Hof wir für einige Tage Quartier bezogen hatten.

Pflanzinseln direkt auf dem Gras schaffen

No-Dig: eine Regiogruppe des Vereins Permakultur Schweiz hat runde Mulchinseln mit Gemüse beflanzt ohne umzugraben. In Haufen aus Rasenschnitt, Laub, Baum- und Strauchschnitt gruben sie einen Schacht, den sie mit Erde von Maulwurfshügeln befüllten und setzten auf das Ganze Gurken-, Tomaten-, Kürbis, Zucchini- und Mangold-Setzlinge.

Gemüse verpixelt anbauen – Permakultur an Berner Hochschule

Mischkulturen können in Permakultursystemen ein sehr interessantes Element sein. Diverse Studien zeigen, dass Mischkulturen Mehrerträge gegenüber Reinkulturen bringen. Dies ist auf eine bessere Nutzung der unterirdischen (Nährstoffe, Wasser) und oberirdischen Ressourcen (Licht) zurückzuführen.

Mehr grün, weniger Asphalt

Immer mehr Boden wird in der Schweiz versiegelt. Die Folgen dieses Bodenverlusts sind vielfältig und haben spürbare Auswirkungen auf die Menschen: Luft- und wasserdicht versiegelte Böden verlieren ihre natürliche Funktion als Lebensraum, Speicher und Filter. Auch die Fähigkeiten, Stoffe umzuwandeln und abzubauen, kommen zum Erliegen. Dazu kann Regenwasser nicht mehr oder nur noch schwer versickern.

Studie zu Permakultur-Landwirtschaft

Ein Forschungsteam um Julius Reiff hat neun landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und in Luxemburg unter die Lupe genommen. Auf den Permakultur-Flächen dieser Betriebe und auf jeweils einem Vergleichsfeld haben die Forschenden verschiedene Indikatoren zu Biodiversität und Bodenqualität untersucht. Dazu analysierten sie Bodenproben auf deren Humus-/Kohlenstoffgehalt, auf Mikro- und Makronährstoffe und die Aktivität der Bodenmikroorganismen. Für die Biodiversität ermittelten sie die Artenvielfalt von Regenwürmern, Vögeln und Pflanzen.

Neue Kraft im ökologischen Landbau in der Schweiz

Wie kann man gegen Massnahmen zugunsten von sauberem Trinkwasser sein? Ist aus dem "Hoffnungsträger Bio" ein Verkaufsargument und ein Geschäftsmodell industrialisierter Landwirtschaft mit Gütesiegel geworden? Schweizer Biobäuerinnen und -bauern des Vereins BioEtico wollen die Bio-Bewegung weiterentwickeln.